Unsere Partnergemeinde

S o b r a d i n h o

  Namensgeber  
Beginn der Partnerschaft
Mehr als Projektfinanzierung
Beginn aus dem Nichts
Wir halten die Fäden in der Hand
Spendenkonto
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Sobradinho liegt im Zentrum der Trockenzone Sertäo, die die hier angegebenen Bundesstaaten umfasst.

Namensgeber

Der Namensgebern für Sobradinho ist ein kleiner Wasserfall im Rio Sao Francisco. (In Brasilien heißt: "Sobrado" soviel wie Stockwerk, die Nachsilben "inho" bedeuten die Verniedlichung des Begriffs, also "Kleines Stockwerk". Da aber ein Wasserfall Namensgeber war, heißt Sobradinho : "Kleiner Wasserrfall" (so groß wie eine kleines Stockwerk). Der kleine Wasserfall existiert seit 1977 nicht mehr. Er wurde von der 3,6 km langen Staumauer überbaut, die den 400 km langen Sobradinhosee statu. 70.000 Menschen wurden vertrieben und ihrer Existenz beraubt, die meisten blieben ohne Entschädigung. Viele Vertriebene leben heut in Sobradinho.

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Der Beginn der Partnerschaft

Wir schreiben das Jahr 1991 - ein Jubiläumsjahr. 500 Jahre Entdeckung Lateinamerikas durch Christoph Kolumbus feiert man offiziell. 500 Jahre Erniedrigung und Vernichtung der indigenen Bevölkerung durch Kreuz und Schwert müsste es richtigerweise heißen. Die arme Bevölkerung, vor allem im Nordosten Brasiliens, leidet heute noch unter der 1492 eingeleiteten Entwicklung. Das "Jubiläum" war Anlass, eine Partnerschaft mit einer so genannten unterentwickelten lateinamerikanischen Gemeinde einzugehen.

Der uns damals bekannte, engagierte Bischof Dom José Rodrigues des Bistums Juazeiro im Nordosten Brasilien - ein Buch nennt ihn den "Bischof der Geknechteten" - bittet uns auf Anfrage, Sobradinho, die damals ärmste Gemeinde Brasilien, zu unterstützen. Sobradinho entstand erst 1980.

Die Diözese Juazeiro, rund um den Sobradinho-Stausee. Der 400 km lange Stausee kennzeichnet auch die Ausmaße der Diözese.

 

Seit 1992 gibt es nun die Partnerschaft mit der Gemeinde Sobradinho. Ihr galt immer die besondere Aufmerksamkeit des Bischofs, weil hier die meisten vertriebenen Opfer des Stausees leben.

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Mehr als Projektfinanzierung

 

Seit 1992 besteht nun die Partnerschaft. In dieser Zeit ist etwas Wichtiges gelungen: Es hat sich ein persönliches und vertrauensvolles Verhältnis zu den Bezugspersonen in unserer Partnergemeinde "Sao Francisco" entwickelt. Pater Joao, der Priester der Gemeinde und Schwester Angélica, die Priorin  der kleinen Schwesterngemeinschaft der "Töchter Jesu", bilden über viele tausend Kilometer hinweg mit unserer Pfarrgemeinde eine enge und verlässliche Gemeinschaft zum Wohl der Ausgegrenzten in unserer Partnergemeinde. So konnte schon früh eine Befürchtung von Schwester Angélica zerstreut werden, die sie später einmal zu erkennen gab. Sie hatte Sore, dass wir aus der ersten Welt mit unserem Geld über sie bestimmen wollten. Heute freut sie sich über das familiäre Verhältnis, das zwischen Menschen aus Wachtendonk und aus Sobradinho besteht.

Natürlich ist auch und gerade die finanzielle Hilfe wichtig. In den ersten 15 Jahren der Partnerschaft konnten kirchliche, aber hauptsächlich viele soziale Projekt mit einem Betrag von 85.000 Euro finanziert werden. Das ist das vorbildliche Werk von etwa Hundert Spendern.

Danke!

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Beginn aus dem Nichts

Die Stadt Sobradinho entstand erst  1980 aus drei Teilen des Baucamps der Staudammbaustelle.

Santana: Ein kleiner, paradiesischer Ortsteil mit bewässerten Gärten, Schwimmbädern und allem Komfort für die leitenden Angestellen der damaligen Baustelle und des heutigen Kraftwerkes.

Sao Francisco: Ein heute verkommender Ortsteil mit Wohnungen und Werkstätten der Handwerker, die später nicht mehr benötigt wurden.

Sao Joaqim: Hier hausen 5 Jahre lang 20.000 Bauarbeiter und 5.000 Prostituierte in Baracken.

Aus dieser Barackenstadt entstand Sobradinho. Bis heute gibt es keine Kanalisation und nur wenige asphaltierte Straßen. Allein an weiter Front versucht Bischof Dom José Rodrigues mühevoll mit den zurückgebliebenen Arbeitslosen, Prostituierten, den vertriebenen Fischern und Kleinbauern zu helfen. Erst 1988, mit dem Einzug der vier Ordensschwestern, begann eine zielgerichtete Sozialarbeit, die wir drei Jahre später nach Kräften unterstützten. Es sind u.a. folgende Einrichtungen bis heute enststanden:

Kindertagesstätte -  Etwa 170 Kinder, hauptsächlich von allein erziehenden, arbeitenden Frauen, werden ganztätig betreut.

Garten für Straßenkinder - Etwa 60 Kinder lernten ursprünglich Gemüse für ihre Familien anzupflanzen, um sie von der Straße zu holen. Heute pflanzen hier 40 Familien

Garten für allein erziehende Frauen - Wir kauften ein vier ha großes Gelände am Flussufer, von dem etwa 40 Frauen ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Haus für gefährdete Mädchen - Hier werden etwa 20 Mädchen nach der Schulzeit bis zum Abend betreut. Sie machen hier ihre Hausaufgaben und erhalten Unterricht in Hauswirtschaft, textiler Handarbeit und Umgang mit dem Computer.

Trinkwasserversorgung - Der Stadtkern von Sobradinho hat von Beginn an Wasser aus dem Stausee. Die Stadt hab aber eine Ausdehnung von der Größe des Kreises Kleve. Außerhalb des Stadtkerns leben in etwa 20 Ansiedlungen im Dürregebiet viele Menschen, die durch den Stausee vertrieben wurden und ihre Existenz verloren haben. Hier gibt es keine Wasserversorgung. Mit der Finanzierung vieler Zisternen, hauptsächlich durch die Trödelmärkte, verbessern wir ständig die Trinkwasserversorgung.

Honiggewinnung durch Jugendliche - Besonders in der viermonatigen Regenzeit, aber auch noch danach ist die Buschsteppe eine hervorragende Bienenweide. Wir haben ein Grundstück in Sobradinho gekauft, um Jugendlichen einen Start in die Selbstständigkeit zu ermöglichen. Die bisher fehlende Professionalität werden sie sich noch aneignen.

Umbau des Altenheimes - 2006 waren einige Aktive des Förderkreises in Sobradinho, wo sie die soziale Arbeit kennen lernen konnten. Bei dieser Gelegenheit besuchten sie auch das Altenheim "Edelsteine", eine hygienisch problematische Einrichtung. Sofort nach ihrer Rückkehr wurde die Finanzierung des Umbaus besprochen und dieser eingeleitet. Ein Jahr später konnten die Bewohner in eine saubere und hygienische Einrichtung umziehen.

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Wir halten die Fäden in der Hand

Die Partnerschaft der kath. Pfarrgemeinde "St. Michael" Wachtendonk und "Sao Francisco", Sobradinho, ist  von guten, freundschaftlichen Beziehungen der verantwortlichen Personen getragen.

Unser Partner in Sobradinho sind:    Schwester Angélica de Azevedo
Priorin der Schwesterngemeinschaft "Töchter Jesu"
Padre Joao Mendes de Sena,
Pfarrer der Pfarrgemeinde "Sao Francisco"

 

Die verantwortlichen Partner in Wachten- Rosi Drießen
donk sind die Mitglieder des Förderkreises: Anna Jansen
Angela Just
Ursula Mueser
Dina Ramacher
Gerd Thissen
Marianne Turinsky
Werner Wies

 

Kontaktadresse: Ursula Mueser
  Kempener Str. 62, 47669 Wachtendonk
  Tel. 0 28 36   73 40

   

 

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Kath. Kirchengemeinde St. Marien Wachtendonk – Sobradinho –

Sparkasse Krefeld

·        Sparkasse Krefeld (BIC: SPKRDE33)

IBAN: DE85 3205 0000 3212 9914 04

 

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